Die gute Nachricht: Der Mensch ist von Natur aus lernbereit. Die weniger gute? Unser Gehirn liebt den bequemsten Weg! Lernen kostet Energie – und sobald es anstrengend wird, schaltet der Kopf gerne ab. Deshalb filtert das Gehirn viele Informationen bereits im Vorfeld aus.
Ein erlebnisorientierter Ansatz kennt den Schlüssel zur Aufmerksamkeit und hilft, Lernen effizienter und energiesparender zu gestalten.
Die Hirnforschung zeigt: Das Gehirn speichert nur das als wertvoll, was Emotionen auslöst. Werden Lernprozesse mit negativen Erfahrungen verknüpft, kann das zu Demotivation führen. Umgekehrt stärkt positives Erleben das Vertrauen ins Lernen.
Ein ressourcenorientierter Ansatz setzt auf vorhandene Stärken, schafft Erfolgserlebnisse und fördert dadurch positive Emotionen und den Selbstwert der Lernenden.
Veränderung kann nur aus dem Menschen selbst kommen. Dafür braucht es eigene Ziele sowie die Kraft und den Mut, sich auf das Lernen einzulassen. Doch das Erlernen neuer Dinge kann den Selbstwert herausfordern. Deshalb sollte Lernen sinnstiftend sein und klare Vorteile und Belohnungen bieten.
Ein ganzheitlicher Ansatz setzt auf innere Prozesse und stärkt die intrinsische Motivation.
Lernen bedeutet auch mal hinzufallen – und das kann stressig sein. Entscheidend ist das richtige Gleichgewicht zwischen Fordern und Fördern. Lernende brauchen sowohl die Freiheit, Fehler zu machen, als auch Erfolgserlebnisse, die Selbstwert und Motivation stärken.
Eine offene Lern- und Fehlerkultur verwandelt Lernende in aktive Gestalter ihres eigenen Lernprozesses.
Neue Handlungskompetenzen müssen direkt in der Praxis erprobt werden – sonst droht Kompetenzverlust. Ohne Anwendung übernehmen alte Verhaltensmuster schnell wieder die Kontrolle. Je länger neue Fähigkeiten ungenutzt bleiben, desto schwerer fällt ihre Umsetzung.
Gezielte Transfermethoden sichern den Lernerfolg und ermöglichen es, neue Fähigkeiten nachhaltig in den Alltag zu integrieren.
Jetzt ist der Moment, neu erlernte Verhaltensweisen auf ihre Praxistauglichkeit und ihren Mehrwert zu prüfen. Durch Reflexion und Anpassung bleibt die Motivation für weiteres Lernen erhalten. Nur so kann sich neues Wissen festigen und nachhaltig wirken.
Faktor 7: Am Ende eines Lernprozesses sollten Erfolge sichtbar und anerkannt werden. Jetzt ist der Moment, ihren Einsatz zu würdigen.